.

 Historische Sagen und Legenden aus der Münchner Region

Hier erzählen wir Euch,Edle Besucher,wie Münchens Historische Gebäude und Orte im Laufe der Zeiten in teils wahren und teils erfundenen Begebenheiten verwickelt wurden und so zahlreiche Mythen,Sagen und Legenden entstanden.Auf das Ihr hier ein wenig Wissenswertes mit Kurzweil verbindet könnt ;-)

 

 

Der Affenturm
Als Kaiser Ludwig der Bayer noch ein kleines Baby war,gab es am bayrischen Hof einen zahmen Affen,den man,wie damals an den großen Höfen oft üblich, zur Kurzweil hielt.Als der Kleine Ludwig einmal von der Amme unbeaufsichtigt war,nutzte das Tier die Gelegenheit und nam den kleinen Jungen aus dem Bett heraus und wiegte ihn vorsichtig in seinen Armen,wie er es so oft bei den Ammen gesehen hatte.Doch als diese wieder zurückkam,dachte sie in ersten Schreck nur Böses und schrie so laut,das der Affe völlig verängstigt mit dem Baby im Arm aus dem offenen Fenster hinaus und hoch auf den Turm kletterte.Das gesamte Haus wurde alarmiert und es herrschte gewaltigen Trubel,wurde doch vermeintlich der zukünftige Kaiser von dem Affen entführt.Erst als sich die Leute etwas beruhigten und stiller wurden,konnte sich auch der Affe vom Schreck erholen und befand die Situation als sicher genug,um mit dem Kind wieder ins Haus zu kommen.Er legte das Baby sicher wieder in die Wiege hinein und alle waren glücklich. So kam der Turm im Alten Hof zu seinem Namen : "Der Affenturm"
 
Teufelstritt
Beim Bau der Frauenkirche wollte der Teufel Gott eins auswischen und erklärte sich bereit,dem Baumeister zu helfen,das die Kirche die größte und schönste werden möge,unter der Bedingung,das keine Fenster eingebaut würden.Der Baumeister willigte ein,und versprach dem Teufel seine Seele ,sollte er sich nicht daran halten.Er sann jedoch lange darauf,wie er es wohl schaffen könnte,die Kirche Gottgefällig zu bauen mit Fenstern,ohne das der Teufel die bemerkt.Letztendlich hatte er eine Idee,die er schnell in die Tat umsetzte.Als die Kirche nun fertig war,strömten von weither die Menschen,das Bauwerk zu bewundern.Auch der Teufel kam und wollte "Sein" Werk bestaunen.Da die Kirche schlauerweise aber schon geweiht war,kam er nur bis zum Eingang.Und von dort sah er zu seiner unbändigen Freude,das der Baumeister vermeintlich sein Wort gehalten hatte-die Kirche hatte keine Fenster.Der Teufel freute sich so sehr darüber,das er so kräftig mit den Füssen aufstampfte,das ein Abdruck seines riesigen Fußes auf dem frischen Boden am Eingang zurückblieb-dieser ist bis heute zu sehen. Der Baumeister behielt seine Seele.Was der Teufel nämlich nicht sah:Vom Eingang aus stehend verdecken die großen Säulen die wunderschönen großen Kirchenfenster!
 
Metzgersprung am Fischbrunnen
Früher,als es in München die großen Gilden und Handwerkszünfte gab,zogen die Lehrlinge der Metzgerzunft ,die ihre Lehrzeit erfolgreich geschafft hatten, am Rosenmontag zum Fischbrunnen auf dem Marienplatz.Mit dem "Metzgersprung" in den Fischbrunnen wurden sie dann vom Altgesell "freigesprochen" und zu Gesellen getauft.Als Gesellen versprachen sie,die Reinheitsgebote ihres Handwerks immer zu beachten.Zum Abschluss warfen sie dann den umstehenden Menschen Nüsse,Äpfel und auch Münzen zu,damit auch diese etwas von dem Gesellenfest hatten.Irgendwann im Laufe der Jahrhunderte entstand dann der Brauch,das immer am Rosenmontag alle Rathausmitglieder symbolisch ihre Geldbeutel im Brunnenwasser waschen,um Geld ins leere Stadtsäckel zu spülen.
 
Glück der Löwennasen
König Ludwig I. hatte gern Frauenverhältnisse.So auch mit der berühmten Tänzerin Lola Montez.Dies ungebührliche Verhalten der Regenten stieß bei der Bevölkerung natürlich auf großen Unmut,was denn auch mal laut,mal leise verkündet wurde.Ein Student,den das Ganze schon arg ärgerte,traute sich und machte seinem Unmut lauthals öffentlich Luft,indem er in einer Schmähschrift anonym gegen Seine Majestät klagte.König Ludwig ärgerte sich sehr und setzte eine hohe Belohnung auf den noch unbekannten Verfasser dieser Schmähbriefes aus.Der Student jedoch stand zu seiner Meinung und zu seinen Ansichten und stellte sich selber. Er erklärte genau,das er derjenige sei,der diesen Brief geschrieben habe und auch,warum.Dieses ehrliche Verhalten wiederum imponierte König Ludwig so sehr,das er den Studenten nicht nur freisprach,sondern ihm sogar noch die ausgesetzte Belohnung auszahlen lies.Die Legende besagt,das die ganze Geschichte für den Studenten so gut ausging,weil er vorher dem Brauch folgte und an der Residenz die Nasen der Zwei großen Löwen streichelte,was Glück bringen soll.So erzählt man sich jedenfalls.

Nach oben